Exekutivfunktionen und körperliche Aktivität bei Adipositas (EXEF-KA)

Hintergrund

Geringe körperliche Alltagsaktivität und eine vorrangig sitzende Lebensweise zählen zu den Ursachen der zunehmenden Prävalenz von Übergewicht. Adipositas und mangelnde körperliche Aktivität sind nicht nur mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2 und Depressionen verbunden, sondern scheinen zudem mit kognitiven Dysfunktionen assoziiert zu sein. Basierend auf bisherigen Studien wird angenommen, dass eine Zunahme der körperlichen Aktivität mit kognitiven Verbesserungen v. a. im Bereich der Exekutivfunktionen verbunden ist.

Ziele

Es soll untersucht werden, wie Exekutivfunktionen, körperliche Alltagsaktivität und das Ausmaß des Übergewichts interagieren und ob eine signifikante Gewichtsreduktion durch Adipositaschirurgie sowohl mit einer Erhöhung der körperlichen Aktivität, als auch mit einer Verbesserung der Exekutivfunktionen einhergeht.

Methodik/Vorgehensweise

In einem ersten Teilprojekt werden Exekutivfunktionen und körperliche Aktivität im Querschnittsdesign bei adipösen präbariatrischen Probandinnen und Probanden untersucht. Das zweite Teilprojekt erfasst diese Variablen im Querschnittsdesign bei Probandinnen und Probanden, die durch Adipositaschirurgie einen Übergewichtsverlust von mindestens 40% erreicht haben.
Für die Messung der körperlichen Aktivität werden neben accelerometrischen Daten zusätzlich Angaben erfasst, die eine Schätzung des Energieverbrauches ermöglichen. Die Bewegungsmessungen laufen kontinuierlich über 7 Tage. Die Exekutivfunktionen werden einmalig am ersten Tag der Bewegungsmessungen mit einer computerisierten neuropsychologischen Testbatterie untersucht.

Anhand von Gruppenvergleichen (präbariatrisch vs. postbariatrisch) sollen die Zusammenhänge zwischen Körpergewicht, Exekutivfunktionen und körperlicher Aktivität geprüft werden. Weitere explorative Fragestellungen befassen sich mit dem Einfluss potentiell konfundierender Variablen (z.B. somatische Komorbidität, Depression, Impulsivität, Bildungsstand).

Projektleitung

PD Dr. med. Dr. phil. Astrid Müller
Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover
Telefon: 0511/5329179
Fax: 0511/5323190
E-Mail: mueller.astrid@mh-hannover.de

Kooperationspartner

Prof. Dr. med. Dr.-Ing. Michael Marschollek
Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover
Telefon: 0511/5325295
Fax: 0511/5325297
E-Mail: marschollek.michael@mh-hannover.de

Dr. med. Hinrich Köhler
Chirurgische Klinik
Herzogin Elisabeth Hospital Braunschweig
Leipziger Strasse 24, 38124 Braunschweig
Telefon: 0531/6992500
E-Mail: h.koehler@heh-bs.de

Links

Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Medizinische Hochschule Hannover

Chirurgische Klinik, Herzogin Elisabeth Hospital Braunschweig

 

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