Das Lebensphasenmodell in der Adipositasforschung: Von der Epidemiologie bis hin zu künftigen Präventionsstrategien – EPI Germany

Hintergrund

Die epidemiologische Forschung im Bereich Übergewicht und Adipositas hat sich bislang hauptsächlich auf Querschnittsdaten konzentriert. Der natürliche Gewichtsverlauf von der Geburt bis in das hohe Lebensalter ist hingegen weitgehend unverstanden. In Deutschland fehlt es an validen Daten zur Veränderung von Körpergewicht, Taillenumfang und Fettmasse sowie zur Inzidenz von Übergewicht und Adipositas. Die Determinanten der Gewichtsveränderungen in verschiedenen Lebensphasen wurden bisher nicht systematisch untersucht.

Ziele

  • Zusammenführung der Ergebnisse bestehender longitudinaler Studien, die verschiedene Lebensperioden abbilden
  • Systematische Analyse der exzessiven Zunahme von Körpergewicht, Taillenumfang und Fettmasse in verschiedenen Lebensperioden von Geburt bis ins hohe Erwachsenenalter
  • Identifizierung von Determinanten und Gesundheitsrisiken
  • Modellierung eines Lebensphasenmodells der Entstehung von Übergewicht
  • Entwicklung von Präventionsstrategien gegen Übergewicht/Adipositas für spezifische Lebensperioden

Vorgehensweise

Mit Hilfe von bestehenden longitudinalen Kohortenstudien soll im Rahmen von EPI Germany die Veränderungen von Körpergewicht, Taillenumfang und Fettmasse sowie deren Determinanten über die gesamte Lebensspanne abgebildet werden. Dazu werden 16 bereits bestehende deutsche Kohortenstudien von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen genutzt. Insgesamt werden die Daten von mehr als 34.000 Kindern und Jugendlichen und mehr als 87.000 Erwachsenen systematisch analysiert.

Projekte

Im Rahmen von EPI Germany werden zwei Teilprojekte gefördert:

Teilprojekt 1: Determinanten und Folgen einer exzessiven Zunahme von Körpergewicht, Taillenumfang und Fettmasse in spezifischen Lebensphasen bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen

Teilprojekt 2: Determinanten und Konsequenzen der Gewichtszunahme bei Erwachsenen