Neuronale Signatur der Belohnungssensitivität für Nahrung bei übergewichtigen Patienten mit erfolgreicher und erfolgloser Gewichtserhaltung nach Gewichtsreduktion

Kürzel: Neurosig-Maintain 

Hintergrund

Therapeutische Ansätze in der Adipositasbehandlung sind oftmals wenig erfolgreich, denn lediglich ein kleiner Prozentsatz der Personen (20 %), die durch eine konventionelle Therapie Gewicht verlieren, können dieses Gewicht auch längerfristig halten.

Ein besseres Verständnis der Mechanismen, die einer erfolgreichen Stabilisierung des Gewichts nach Gewichts­reduktion übergewichtiger Personen entgegenwirken, ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung alternativer medikamentöser und psycho­therapeutischer Therapieansätze.

Ziele

Das Ziel dieser Studie ist es, das mesolimbische System sowie dessen Beeinflussbarkeit unter Dopamindepletion und unter metabolischen Veränderungen (24h Fastenphase) näher zu untersuchen. Hierfür wird die Studie an zwei Standorten, in Tübingen (Dopamindepletion) und in Heidelberg (Fastenphase), durchgeführt.

Vorgehensweise / Versuchsablauf / Methodik

Die Untersuchung der neuronalen Aktivität erfolgt an beiden Zentren mittels funktioneller Magnetresonanz­tomographie (fMRT). Bei dieser Studie sollen Probanden mit und ohne erfolgreichem längerfristigen Gewichtsverlust eingeschlossen werden. Die Teilnehmer werden an einem Messtag in gesättigtem Zustand nach einer Mahlzeit (Heidelberg) / ohne Dopamindepletion (Tübingen) und an einem anderen Messtag nach 24-stündiger Fastenphase (Heidelberg) / nach Dopamin­depletion (Tübingen) untersucht. Die Studienteilnehmer werden hinsichtlich der Reihenfolge der Versuchs­bedingungen randomisiert.

Die Messung der Hirnaktivität im mesolimbischen System erfolgt während der Ausführung einer Belohnungsaufgabe. Die Aufgabe erlaubt auf neuronaler Ebene eine effektive Differenzierung zwischen Belohnungserwartung und Erhalt einer Belohnung. Inwieweit das beobachtete neuronale Aktivierungsmuter spezifisch für Nahrung ist, wird durch den Vergleich mit nahrungsunabhängigen Belohnungsreizen geprüft.

Projektleitung

Klinisches Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Univ.-Prof. Dr. med. Hans-Christoph Friederich
Direktor des Klinischen Institutes
Moorenstraße 5
40225 Düsseldorf
Tel. (0211) 81 18 30 4
Fax (0211) 92 24 70 1
E-mail: hans-christoph.friederich@med.uni-duesseldorf.de

Frühere Anschrift:

Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik
Medizinische Universitätsklinik
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg

Projektpartner

Prof. Dr. Martin Bendszus
Ärztlicher Direktor
Abteilung für Neuroradiologie
Universitätsklinikum
Im Neuenheimer Feld 400
60120 Heidelberg
Tel. (06221) 56-7566
Fax (06221) 56 4673
E-mail: martin.bendszus@med.uni-heidelberg.de

Dr. Dipl, Psych. Joe Simon
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Post-Doktorand
Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik
Medizinische Universitätsklinik
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
Tel. (06221) 56-8649
Fax (06221) 56-5988
E-mail: simon.joe@med.uni-heidelberg.de

Dr. Hubert Preissl
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
MEG Center
Otfried Mueller Str. 47
72076 Tübingen
Tel. (07071) 29-87704
Fax (07071) 29-5706
E-mail: hubert.preissl@uni-tuebingen.de

Prof. Dr. Dipl. Psych. Paul Enck
Leitender Psychologe
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Frondsbergstrasse 23
72076 Tübingen
Tel. (07071) 29-89118
Fax (07071) 29-4382
E-mail: paul.enck@uni-tuebingen.de

Dr. Dipl.-Psych. Sabine Frank
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Post-Doktorand
MEG Center
Otfried Mueller Str. 47
72076 Tübingen
Tel. (07071) 29-81192
Fax (07071) 29-5706
E-mail: sabine.frank@uni-tuebingen.de

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