Pressemitteilungen des Kompetenznetzes Adipositas

Hier finden Sie unsere regelmäßigen Pressemitteilungen zum Download. Gerne nehmen wir Sie auch in unseren Presseverteiler mit auf. Schreiben Sie hierzu bitte eine eMail an die Geschäftsstelle des Kompetenznetzes Adipositas.

31.05.2016

Mit Kaffee gegen die Kilos

Koffeinkonsum kann Gewichtsreduktion unterstützen

Eine aktuelle Untersuchung zur Wirkung von Koffeinkonsum auf das Körpergewicht, die im Rahmen des Kompetenznetzes Adipositas entstanden ist, gibt Hinweise darauf, dass Kaffeetrinker einen geringeren Body Mass Index (BMI) aufweisen und durch ihren Koffeinkonsum langfristig ihr Gewicht besser erhalten können als Menschen, die keinen Kaffee trinken. Weiterlesen

06.04.2016

Kompetenznetz Adipositas öffnet sich für neue Kooperationen

Stellung als Partner in der Adipositasprävention, -behandlung und -forschung wird gestärkt

Das Kompetenznetz Adipositas öffnet sich für assoziierte Projekte in der Adipositasprävention, -therapie und -forschung. Der Vorstand zieht eine positive Zwischenbilanz und beschließt, das Forschungsnetz auch
ohne Bundesmittel zu erhalten und die Arbeit fortzusetzen. Dieses nationale Forschungsnetz geht über die Landesgrenzen hinaus und dient nicht nur in Deutschland als geschätzter Partner. Weiterlesen

03.12.2015

Das dicke Problem der abnehmenden Muskelmasse

Einheitlicher diagnostischer Ansatz nötig

Fettleibigkeit und altersbedingter Muskelabbau (Sarkopenie) können sich im Alter gegenseitig verstärken und so ihre Effekte auf körperliche Einschränkungen, Erkrankungen und Lebensdauer maximieren. Entsprechend ist die vorhandene Muskelmasse ein wichtiger Vorhersagefaktor für die zukünftige körperliche Funktion und Lebenserwartung. Das sind die Ergebnisse von Studien, die unter anderem von der Forschungsplattform Körperzusammensetzung des Kompetenznetzes Adipositas durchgeführt wurden. Weiterlesen

12.10.2015

Mit vereinten Kräften gegen die Adipositas-Epidemie

31. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft

Vom 15. bis 17. Oktober 2015 treffen sich über 500 Experten auf der 31. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e. V. (DAG) in der Urania Berlin, um Informationen auszutauschen sowie die neuesten Ergebnisse ihrer Adipositasforschung vorzustellen und zu diskutieren. Diesjährige Tagungspräsidentin ist Prof. Dr. Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam- Rehbrücke (DIfE). Die Tagung ist thematisch breit aufgestellt. Die vorwiegend deutschsprachigen Vorträge beschäftigen sich mit Themen aus der Grundlagen- und klinischen Forschung sowie aus den Bereichen Epidemiologie und Psychologie. Darüber hinaus diskutieren die Teilnehmer auch gesundheitspolitische Fragen. Weiterlesen

30.04.2015

Deutschlands schwer wiegender Nachwuchs

Konventionelle Behandlung und Diäten kaum Erfolg versprechend

Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Adipositas ist ein gesundheitspolitisch hoch relevantes Thema. Eine Untersuchung im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kompetenznetzes Adipositas hat aktuelle Forschungsbefunde rund um die Behandlungsmethoden für Kinder und Jugendliche mit Adipositas zusammengefasst und einer qualitativen Analyse unterzogen – mit interessantem Ergebnis: Im Rahmen der untersuchten Lebensstiltherapien, die über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren angelegt waren, konnte eine Gewichtsnormalisierung von Kindern und Jugendlichen mit Adipositas nur sehr beschränkt bis gar nicht erreicht werden. Weiterlesen

09.03.2015

Wie Gewichtsveränderungen den menschlichen Stoffwechsel beeinflussen

Übergewicht betrifft immer mehr Menschen in Deutschland. Dadurch erhöht sich die Anzahl an Patienten, die später an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, an Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes leiden. In einer Studie haben Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München jetzt die Auswirkungen von Langzeit-Gewichtsveränderungen auf den Stoffwechsel untersucht und ihre Ergebnisse im Fachjournal BMC Medicine veröffentlicht. Weiterlesen

13.02.2015

Ernährung als unterschätzter Faktor für Lebensqualität

Studie unterstreicht vor allem hohen Body Mass Index als Risikofaktor

Ungesunde Ernährung und ein zu hohes Körpergewicht spielen die Hauptrolle bei den durch Krankheit verloren gegangenen, potenziell gesunden Lebensjahren. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie "Global Burden of Disease" (GBD) aus 2010. Ferner liegt ein zu hoher Body Mass Index (BMI) auf der bevölkerungsbezogenen Risikoskala weit oben. Dieser Befund untermauert weiter die Wichtigkeit einer auf Grundlagen und Anwendung ausgerichteten Adipositas-Forschung in Deutschland, wie sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kompetenznetz Adipositas gewährleistet wird. Weiterlesen

20.11.2014

Adipositas im Jugendalter nimmt zu

Teilhabe am Leben und Erfolg im Arbeitsmarkt erleichtern

In Deutschland leben circa 200 000 Jugendliche mit einer extremen Form des Übergewichts (extreme Adipositas). Als 15-Jährige bringen sie mitunter 150 Kilogramm auf die Waage. Die Folgen davon sind Diabetes Typ 2, Gelenkbeschwerden, ein Schlaf-Apnoe-Syndrom oder Bluthochdruck. Aber auch die Psyche der Betroffenen leidet. Mit Diäten allein schaffen sie es nicht, ihre Gewichtsprobleme zu lösen und sich aus sozialer Isolation zu befreien. Welche neuen Ansätze es gibt, junge Menschen mit extremer Adipositas unter anderem bei einem erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen, diskutieren Experten auf der Kongress-Pressekonferenz der 8. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der 30. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG). Die gemeinsame Tagung findet vom 21. bis 22. November 2014 im Congress Center Leipzig (CCL) statt. Weiterlesen

12.11.2014

Den Tsunami der chronischen Krankheiten stoppen

Vier Maßnahmen für eine wirkungsvolle und bevölkerungsweite Prävention

Übergewicht und Bewegungsmangel gehören zu den Hauptursachen für nicht übertragbare Krankheiten. Ob Bluthochdruck, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen, sie stehen in direktem Zusammenhang mit diesen Risikofaktoren. Um die Zunahme dieser Leiden zu stoppen, fordert die Deutsche Allianz gegen Nichtübertragbare Krankheiten (NCD Allianz) die politisch Verantwortlichen in Deutschland auf, wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören täglich mindestens eine Stunde Sport in Kita und Schule, eine Zucker-/Fettsteuer auf ungesunde Lebensmittel und die steuerliche Entlastung gesunder Lebensmittel, verbindliche Qualitätsstandards für die Schulverpflegung und ein Verbot von Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder richtet. Prominente wie Eckart von Hirschhausen und Matthias Steiner stellen dieses Vier-Punkte-Programm zusammen mit Experten am 12. November in Berlin vor. Weiterlesen

16.10.2014

Welternährungstag 2014: Die einen hungern, die anderen sind krankhaft fettleibig 


Heute ist Welternährungstag. Während weltweit über eine Milliarde Menschen an Hunger leiden, haben die großen Industrienationen das gegenteilige Problem: Die Menschen leiden unter Adipositas, krankhafter Fettleibigkeit. Die im Schattauer Verlag erschienen Fachzeitschrift „Adipositas“ gibt in Ausgabe 3/14 einen Überblick über die Therapie in Deutschland. Weiterlesen

Link zur Schattauer-Seite

15.10.2014

Fettleber auch ohne Alkohol?

Forscherteam weist bakterielle Substanzen als Risikofaktoren nach

Ein Glas Wein zum Essen und ein Bier nach Feierabend gehören auf vielen Veranstaltungen und auch im privaten Kreis zum guten Ton. Dass übermäßiger Alkoholkonsum Gesundheitsschäden, vor allem an der Leber, zur Folge haben kann, ist den meisten Konsumenten bekannt. Doch nicht nur häufiger Alkoholgenuss macht der Leber zu schaffen. Zahlreiche Studien zeigen auf, dass auch die Zahl der nicht-alkoholbedingten Lebererkrankungen (NAFLD) in den vergangenen 30 Jahren deutlich angestiegen ist. Im engen Zusammenhang damit steht die Entstehung einer NAFLD bei starkem Übergewicht (Adipositas). In einem Projekt im Rahmen des Kompetenznetzes Adipositas erforscht Prof. Dr. Ina Bergheim, kommissarische Leiterin des Instituts für Ernährungswissenschaften in Jena, die molekularen Mechanismen, die zur Entstehung der alkohol- und nicht-alkoholbedingten Lebererkrankungen führen. Ziel der Forschungen ist es, langfristig Präventionsstrategien und Therapien für Lebererkrankungen definieren zu können. Weiterlesen

Bilder dürfen ausschließlich im Zusammenhang mit einer Veröffentlichung der Informationen aus der Pressemitteilung und unter Angabe der Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Ernährungswissenschaften, verwendet werden.

05.09.2014

Trotz Warnungen: Politik ignoriert Adipositas-Epidemie

Stiefmütterliche Behandlung der Adipositas birgt Gefahren für das Gesundheitssystem

In Deutschland leiden immer mehr Menschen an Übergewicht und Adipositas. Das Gesundheitssystem wird jedes Jahr durch Kosten für die Behandlung der Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ II, Bluthochdruck und Herzkrankheiten mit zweistelligen Milliardenbeträgen belastet. Durch Präventionsmaßnahmen könnten diese Kosten deutlich reduziert werden. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass Deutschland in Sachen Prävention von Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes hinter der internationalen Entwicklung zurückliegt. Nicht zuletzt will die Bundesregierung nun auch noch die Finanzierung des Kompetenznetzes Adipositas einstellen. Wie wenig ernst die politischen Entscheidungsträger das Thema nehmen, zeigt eine aktuelle und vergleichende Erhebung der Europäischen Adipositas-Gesellschaft (EASO). Weiterlesen

21.07.2014

Adipositas nimmt weiter an Gewicht zu

Bundestagsmitglied Monstadt warnt vor Gefahren der Adipositas – Forschungsförderung für Prävention und Therapie unabdingbar

In Deutschland leben immer mehr Menschen mit starkem Übergewicht. Eine aktuelle Studie des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels hat berechnet, dass bei gleichbleibender Entwicklung die Adipositasprävalenz bei den über 50-Jährigen bis zum Jahr 2030 um 80 Prozent steigen wird. Bundestagsmitglied Dietrich Monstadt, seit Anfang des Jahres Berichterstatter für Adipositas und Diabetes seiner Fraktion, fordert ein koordiniertes Vorgehen und mehr Aufklärung, um diese Entwicklung zu stoppen. Er spricht sich eindeutig für eine Weiterförderung der Adipositasforschung im Rahmen des Kompetenznetzes Adipositas aus. Weiterlesen

25.06.2014

Keine Entwarnung: Adipositas nimmt in Europa weiter zu

Bundesregierung will Forschungsmittel kürzen - Kompetenznetz Adipositas betroffen

Ende Mai 2014 fand in Sofia der 21. Europäische Adipositaskongress statt. Aktuelle Zahlen zur Verbreitung der Adipositas in Europa wurden vorgestellt und diskutiert. Der Trend der letzten Jahre bestätigte sich: die Fettleibigkeit ist weiterhin auf dem Vormarsch. Zwar zeigte sich beispielweise in deutschen Schuleingangsuntersuchungen, dass in diesem Alter die Übergewichtsrate stagniert. In anderen Altersgruppen, wie etwa bei Jugendlichen, Schwangeren und älteren Menschen, steigt jedoch die Zahl der Menschen mit Adipositas weiter ungebremst an, in Deutschland zudem jene mit extremer Adipositas. Die Antwort der Bundesregierung: Eine Fortführung der Förderung des Kompetenznetzes Adipositas durch das BMBF ist nach Ende der laufenden Förderperiode nicht möglich. Weiterlesen

16.05.2014

Presseinformation anlässlich des Europäischen Adipositas-Tages (17.5.2014)

Deutschlands Adipositas-Organisationen schlagen Alarm:
Runder Tisch gegen Mängel in der Patientenversorgung nötig

Die wissenschaftlichen Adipositas-Organisationen in Deutschland beklagen Mängel in der Versorgung adipöser Patienten und wollen künftig bei der Behandlung von krankhaftem Übergewicht noch enger zusammenarbeiten. Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen der Universität Leipzig, die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) und das Kompetenznetz Adipositas (KNA), streben deshalb eine bundesweit einheitliche Umsetzung und Finanzierung der Therapien bei krankhaftem Übergewicht an. Spitzenvertreter der Krankenkassen, der Gesundheitspolitik, der Medizin, des Spitzenverbandes der Medizinischen Dienste, der Wissenschaftler und Experten der Bereiche Ernährung, Bewegung, Verhalten wollen deshalb an einem Tisch zusammenkommen. Weiterlesen

28.02.2014

„Leichte“ Schwangerschaft minimiert kindliches Übergewicht

Immer mehr schwangere Frauen nehmen zu viel zu – PEPO-Studienergebnisse ermöglichen frühe Vorbeugung von Übergewicht beim Kind

Eine übermäßige Gewichtszunahme von Müttern in der Schwangerschaft hat Folgen für die Entwicklung des Kindes. Die rechtzeitige Normalisierung der Gewichtszunahme von Schwangeren kann sich jedoch günstig auf das kindliche Übergewichtsrisiko auswirken. Das konnte nun eine Forscher- gruppe um PD Dr. Regina Ensenauer, Oberärztin und Leiterin der Arbeitsgruppe Molekulare Ernährung im Dr. von Haunerschen Kinderspital des Klinikums der Universität München feststellen. Die Ergebnisse stammen aus der im Rahmen des Kompetenznetzes Adipositas durchgeführten PEPO-Studie („Perinatale Prävention der kindlichen Adipositas“), die in Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern in Bayern durchgeführt wurde. Weiterlesen

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Bilder dürfen ausschließlich im Zusammenhang mit einer Veröffentlichung der Informationen aus der Pressemitteilung und unter Angabe des Copyrights (Clipdealer, Kompetenznetz Adipositas) verwendet werden.

12.12.2013

Warum Wohnumfeld, Kriminalität und Verkehrsdichte zum Übergewicht beitragen können

Das unmittelbare Wohnumfeld sowie soziale Faktoren haben Einfluss auf die Entstehung von Übergewicht. Das konnte nun im Rahmen der Kieler Adipositas-Präventionsstudie (KOPS) bestätigt werden. Die Studie wird durch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kompetenznetz Adipositas unterstützt. Das Forschungsprojekt untersucht den Zusammenhang zwischen biologischen Faktoren, Sozialstatus, Lebensstil, Lebenswelten und Übergewicht bei Kindern im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Weiterlesen

10.10.2013

Stefan Engeli erhält Gesundheitspreis 2013 der "Stiftung Rufzeichen Gesundheit!"

Gewicht abnehmen mit "low carb" oder "low fat"? - Egal, Hauptsache nachhaltig!

Zucker- und kohlenhydratarm essen oder besser Fett einsparen – für wen ist welche Strategie am besten geeignet zum Gewichtabnehmen – und vor allem: zum Gewichthalten und zur langfristigen Verbesserung des Stoffwechsels? Seit Jahren diskutieren darüber selbsternannte, aber auch renommierte Experten. Der diesjährige Gesundheitspreis der „Stiftung Rufzeichen Gesundheit!“ des Wort & Bild Verlages geht an PD Dr. Stefan Engeli, Vorstandsmitglied der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) e.V. und Leiter eines Forschungsprojektes im Kompetenznetz Adipositas, für seine herausragenden Arbeiten zum Metabolischen Syndrom. Weiterlesen

25.09.2013

Jetzt kommt’s noch dicker: Aktuelle Zahlen der Adipositasforschung 

 

Adipositas 3/13 veröffentlicht Positionspapiere des Kompetenznetzes Adipositas 

In Deutschland sind mehr als 50% der Erwachsenen sowie 16% der Kinder und Jugendlichen übergewichtig. 20% der Erwachsenen und 6% der Kinder und Jugendlichen sind ausgesprochen übergewichtig, d.h. adipös. Die Schattauer Fachzeitschrift Adipositas veröffentlicht in drei Positionspapieren des Kompetenznetzes Adipositas aktuelle Forschungsergebnisse und daraus resultierende Forderungen an politische und sozioökonomische Entscheidungsträger. Weiterlesen

13.08.2013

ADIPOSITAS: Vorbeugung, Therapie und Umgang verbesserungswürdig

In Deutschland gibt es zu wenige Präventionsmaßnahmen gegen Übergewicht sowie einen Mangel an geeigneten Therapieangeboten für Menschen mit Adipositas. Oft herrscht die Meinung vor, dass starkes Übergewicht nur auf einen ungünstigen Lebensstil zurückgehe. Deshalb sind Betroffene im Gesundheitswesen und Alltag mit Benachteiligungen konfrontiert. Das Kompetenznetz Adipositas (KNA) sieht einen besonderen Bedarf zur interdisziplinären Erforschung des Phänomens Adipositas und veröffentlichte seine Positionen (1) zur Adipositas-Vorbeugung und -Behandlung sowie zum Problem der gesellschaftlichen Ablehnung der Betroffenen. Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen war am Positionspapier beteiligt und unterstützt dessen Forderungen. Weiterlesen

16.11.2012

Deutschland hat ein "dickes" Problem

Workshop zur Prävention von Adipositas in Deutschland

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig, ein Viertel ist sogar adipös. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist es notwendig, dass die Prävention von Adipositas in Deutschland stärker vorangetrieben wird. Entscheidend ist, das Thema Adipositas in einem gesellschaftlichen Konsens anzupacken; Akteure aus verschiedenen Bereichen wie der Politik, der Wissenschaft, dem Gesundheits­wesen aber auch der Lebensmittelindustrie sowie der Medien werden in der Verantwortung gesehen und sind aufgefordert, gemeinsam zu agieren. Zu diesem Schluss kamen Experten im Rahmen des Workshops "Perspektiven der Prävention von Adipositas in Deutschland - Möglichkeiten und Grenzen", der unter reger Beteiligung am 25.10.2012 in Berlin stattfand. Weiterlesen

01.10.2012

Viel gelernt und dennoch machtlos? Wer gewinnt das Rennen gegen Adipositas?

Vom 4. bis 6. Oktober 2012 tagen im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. in der Stuttgarter Liederhalle rund 400 Ernährungsexperten, Ärzte und Wissenschaftler.

Schwerpunktthemen der Tagung sind neue Präventions- und Therapieansätze von krankhaftem Übergewicht. Dabei widmen sich einige Vorträge und Foren insbesondere der Adipositas bei Kindern und älteren Menschen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kompetenznetz Adipositas stellt in zahlreichen Vorträgen und Postern aktuelle Ergebnisse aus der Adipositasforschung vor. Ein Symposium widmet sich den Jugendlichen mit extremer Adipositas. Denn nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen nehmen Häufigkeit und Schweregrade von Übergewicht und Adipositas alarmierend zu. Heute ist in Deutschland jedes 5. Schulkind und jeder 3. Jugendliche übergewichtig. Eine Adipositas liegt bei 4–8% aller Schulkinder vor. Weiterlesen

 

25.09.2012

Gesund trotz starkem Übergewicht - wie geht das?

Adipositas führt nicht zwangsläufig zu den bekannten Folgeerkrankungen

Die Adipositas-Epidemie breitet sich nach wie vor aus: In Deutschland leiden rund 16 Millionen Menschen an Übergewicht, häufig mit zusätzlichen Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthockdruck, Atherosklerose oder auch orthopädischen Problemen. Die durch Adipositas hervorgerufenen Kosten schätzen Experten auf sechs Prozent aller Krankheitskosten, das sind etwa 15 bis 20 Milliarden Euro pro Jahr. Eine immense Belastung für das Gesundheitssystem: Umso wichtiger sind neue Strategien bei der Diagnose und Behandlung der Adipositas. Eine Forschergruppe um Prof. Matthias Blüher an der Universitätsklinik Leipzig untersucht im Rahmen des Kompetenznetzes Adipositas den Stoffwechsel von Übergewichtigen. Eine interessante Erkenntnis der Wissenschaftler: Ein Teil der untersuchten Übergewichtigen ist gesund. Diese Gruppe hat auch ein deutlich geringeres Risiko, Folgekrankheiten wie Diabetes mellitus zu entwickeln. Professor Blüher koordiniert den Bereich Grundlagenforschung im Kompetenznetz Adipositas und baut während der zweiten Förderperiode ab 2012 eine deutschlandweite Fettgewebebank auf. Weiterlesen

 

06.08.2012

Kinder aus der Gewichtsbalance

Neue Ansätze im Kompetenznetz Adipositas

Übergewichtige Kinder in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Über 22.000 Kinder aus dem deutschsprachigen Raum sind laut Referenzsystem der AGA (Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter) als extrem adipös (Body Mass Index (BMI) > 99,5 Perzentile) in der APV-Datenbank dokumentiert. Ein 14-Jähriger Junge bringt so beispielsweise bei einer Größe von 1,50 m rund 90 kg auf die Waage - viele der betroffenen Kinder weisen bereits erste Folgeschäden wie Bluthochdruck auf. Welche Herausforderungen bringt dies mit sich? Innerhalb des Kompetenznetzes Adipositas kümmern sich Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. med. Reinhard Holl an der Universität Ulm um eine in Deutschland einzigartige Datenbank (APV-Register), in der Daten von über 80.000 Kindern und Jugendlichen mit Adipositas gesammelt werden. Neue Ergebnisse zu extrem adipösen Heranwachsenden wurden kürzlich publiziert. Weiterlesen

 

31.05.2012

Übergewicht als ständiger Begleiter

Kritische Phase einer „dicken Karriere“ beginnt mit der 1. Klasse

Übergewicht im Säuglings- und Kindergartenalter bildet sich häufig wieder zurück, ab dem Schulalter nimmt die Wahrscheinlichkeit ab, dass sich das Gewicht wieder spontan normalisiert. Das Forscherteam um Professor Rüdiger von Kries, Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Ludwig Maximilians Universität München, verglich das Auftreten und Verschwinden von Übergewicht bei Kindergarten- mit denen von Schulkindern. Von Kries gehört dem Konsortium EPI Germany im Kompetenznetz Adipositas an, das sich mit einer umfassenden epidemiologischen Datenauswertung der Adipositas von der Kindheit bis in das Seniorenalter beschäftigt. Die Forschergruppe konnte zeigen, dass mehr als 60 Prozent der Kindergartenkinder ihr Übergewicht wieder verloren, wohingegen über 80 Prozent der Schulanfänger ihre überschüssigen Kilos auch später noch behielten. Weiterlesen

 

29.03.2012

Kompetenznetz Adipositas erhöht Schlagkraft

Zweite Förderperiode gestartet – neue Chancen durch Öffnung des Netzwerks

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kompetenznetz Adipositas startet in die zweite Förderperiode. Über 170 Fachpublikationen veröffentlichte das Kompetenznetz Adipositas seit dem Förderbeginn im Jahre 2008 unter anderem in renommierten internationalen Fachzeitschriften wie Nature oder Nature Neuroscience. Mit ehemals acht Forschungsverbünden mit 37 Teilprojekten rückt das Netzwerk nun in drei großen Konsortien noch enger zusammen. Eine Forschergruppe beschäftigt sich mit einer umfassenden epidemiologischen Datenauswertung über die Entwicklung der Adipositas von der Kindheit bis in das Seniorenalter (EPI Germany). Das zweite Konsortium kümmert sich in einer Studie um Jugendliche mit extremer Adipositas und deren Möglichkeiten einer sozialen Integration. Der dritte Verbund erforscht grundlegende Mechanismen im Gehirn, im Darm bzw. im Fettgewebe von adipösen Menschen. Weiterlesen

 

31.01.2012

Das Dicke Gehirn

Hirnströme ändern sich mit dem Gewicht

Übergewicht hinterlässt sichtbare Spuren: Die Veränderungen sind jedoch nicht nur auf der Waage sichtbar und am Bauchumfang messbar, auch Gehirnfunktionen ändern sich mit zunehmendem Gewicht. Das interdisziplinäre Expertenteam unter Leitung von Dr. Hubert Preissl vom MEG Zentrum der Universität Tübingen konnte feststellen, dass sich die Hirnströme von übergewichtigen gegenüber normalgewichtigen Personen deutlich unterscheiden. Frauen fällt es offensichtlich schwerer, „Nein“ zu sagen: Das Forschungsteam konnte Unterschiede der Hirnaktivität von Frauen und Männern feststellen, sobald sie Bilder von hochkalorischer Nahrung wahrnahmen. Preissl ist Teil der Forschungsverbünde MAIN und NEUROTARGET im Kompetenznetz Adipositas, welche sich mit den Effekten von Adipositas im Gehirn und Faktoren für eine erfolgreiche Gewichterhaltung nach Diäten beschäftigen. Weiterlesen

 

30.11.2011

Gesundes Gewicht - eine Lebensaufgabe

Gewicht zu halten ist mindestens genauso wichtig wie abzunehmen

Es ist schwierig, sich überflüssiger Pfunde zu entledigen. Viel schwieriger aber scheint es, reduziertes Gewicht nicht wieder ansteigen zu lassen. Nur etwa 15 Prozent aller Menschen sind in der Lage, eine erfolgreiche „initiale“ Gewichtsabnahme von 5 bis 10 Prozent über mehrere Jahre zu halten, so das Ergebnis verschiedener Studien.1 Für den langfristigen Erfolg ist entscheidend, dass sich Menschen in der Erhaltungsphase selbst ständig kontrollieren und sich etwa bei psychischen Störungen wie Depression fachliche Hilfe holen. Im Rahmen einer prospektiven Studie – der „Essen-Bochum Obesity Treatment Study“ (EBOTS) untersuchten an der Ruhr-Universität Bochum PD Dr. Tanja Legenbauer (jetzt LWL Universitätsklinik Hamm der Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Stephan Herpertz mehr als 500 schwer übergewichtige Männer und Frauen, um mehr über mögliche Einflussfaktoren für den langfristigen Gewichtserhalt nach erfolgreicher Adipositastherapie zu erfahren. Die Bochumer Arbeitsgruppe ist am Forschungsverbund MAIN des Kompetenznetzes Adipositas beteiligt, welcher sich mit JoJo-Effekten und Faktoren für eine erfolgreiche Gewichterhaltung nach Abnahme beschäftigt. Weiterlesen

 

29.09.2011

Low Carb oder Low Fat?

Das Herz profitiert immer

Übergewicht beeinträchtigt nicht nur die Gelenke, auch das Herz wird durch zu viele Kilos in seiner Funktion eingeschränkt. Wissenschaftliche Daten – zum Beispiel aus der Framingham-Studie – belegen: Adipositas erhöht das Risiko, später im Leben eine Herzinsuffizienz zu entwickeln. Betroffen sind insbesondere stark übergewichtige Frauen, die wenig körperlich aktiv sind. Im Kompetenznetz Adipositas beschäftigt sich im Verbund ADIPOSE TARGET eine Forschergruppe um PD Dr. Stefan Engeli von der Medizinischen Hochschule Hannover damit, Risikofaktoren für die Entstehung einer Herzinsuffizienz zu identifizieren und Auswirkungen einer Gewichtsreduktion zu dokumentieren. Dabei spielt das Fettgewebe als Zielorgan für zukünftige Therapieansätze eine zentrale Rolle. Weiterlesen

 

29.07.2011

Zigaretten machen Kinder dick

Rauchen der Eltern hat Einfluss auf das Gewicht der Kinder

Die Ulmer Kinderstudie ist eine Familienstudie in Deutschland, die sowohl Mütter als auch leibliche Väter in die Analysen einbezieht und den Nachwuchs von der Geburt bis zu ihrem achtjährigen Geburtstag begleitet. Neue Ergebnisse zeigen: Kinder im Alter von acht Jahren, deren Väter während der Schwangerschaft geraucht haben / aktiv rauchen, hatten einen 3 cm größeren Bauchumfang als die Vergleichsgruppe mit nichtrauchenden Vätern. Dies fanden die Forschergruppen um Prof. Dr. Martin Wabitsch von der Universitätsklinik Ulm und um Prof. Dr. Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ, Heidelberg) heraus. Das kürzlich durchgeführte Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Kompetenznetz Adipositas (Verbund LARGE) gefördert wird, untersuchte achtjährige Kinder in einem sogenannten „Follow Up“. Weiterlesen

 

30.05.2011

Kinder XXL - erhalten sie genügend Hilfe?

Größte Datenbasis in Deutschland nimmt adipöse Kinder in den Fokus

Im Rahmen des Kompetenznetzes Adipositas ist es dem Verbundprojekt LARGE gelungen, das größte Register von adipösen Kindern und Jugendlichen in Deutschland aufzubauen. Nahezu 180 Zentren dokumentieren mittels einer speziellen medizinischen Software Daten von über 71.000 stark übergewichtigen Kindern und Jugendlichen in der gesamten Bundesrepublik sowie der Schweiz und Österreich. Fast 240.000 Besuche sind bereits registriert, 55 in der Datenbank erfasste Jugendliche sind chirurgisch behandelt. Prof. Dr. med. Reinhard Holl und weitere Forscher im Verbund LARGE versprechen sich mit diesen Daten mehr Aufschluss über den Verlauf von schwerem Übergewicht, Qualitätsindikatoren für die Behandlung und messbaren Begleiterscheinungen. Der Verbund LARGE wird von Prof. Dr. med. Wieland Kiess aus Leipzig koordiniert, weitere Projektpartner arbeiten in Ulm, München, Essen, Berlin und Datteln. Weiterlesen

 

31.03.2011

Adipositas - ein gesellschaftliches Problem

Neueste epidemiologische Daten benennen Risikofaktoren für Übergewicht

Zu viel Fernsehen, geringe Bildung und Rauchen der Eltern machen Kinder nicht zwangsläufig dick, doch die Gefahr für Übergewicht steigt messbar an. Mit Hilfe des Verbundprojektes „PreVENT“ ist es gelungen, Risikofaktoren für Adipositas und Übergewicht für Kinder und Jugendliche zu benennen und zu quantifizieren. Dafür werteten mehrere deutsche Forschergruppen unter der Leitung von Prof. Dr. med. Manfred J. Müller von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Daten von über 34.000 Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren aus vier großen epidemiologischen Studien aus. Das Projekt, das im Rahmen des Kompetenznetzes Adipositas vom Bundesministerium für Bildung und  Forschung (BMBF) gefördert wurde, weist damit den größten verfügbaren wissenschaftlichen Pool deutscher und europäischer Daten auf und kann dadurch verlässliche Aussagen über das Auftreten von Übergewicht, mögliche Risikofaktoren und Ansatzpunkte für Präventionsstrategien treffen. Weiterlesen

 

28.01.2011

Fatale fötale Programmierung 

Pränatale Einflussfaktoren für späteres Übergewicht und Adipositas identifiziert.

Im Rahmen des Kompetenznetzes Adipositas hat sich eine Forschergruppe um Professor Rüdiger von Kries, Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, mit Risikofaktoren für das noch ungeborene Kind und dessen späteren Entwicklung von Adipositas beschäftigt. Folgende pränatale Risikofaktoren für ein mögliches späteres Übergewicht der Kinder wurden identifiziert: erhöhtes Körpergewicht der Mutter vor der Schwangerschaft, Rauchen, Gestationsdiabetes und eine hohe Gewichtszunahme während der Schwangerschaft (GWG). Im Fokus der Untersuchungen der Arbeitsgruppe steht der Zusammenhang von hoher Gewichtszunahme während der Schwangerschaft und späterem Übergewicht bei den Kindern. Weiterlesen